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MO - FR 8.30 - 12.00 und 14.00 - 18.00
SA 8.30 - 12.00
NEUE ÖFFNUNGSZEITEN
AB JÄNNER 2012
Donnerstag nachm. geschlossen!
Dan
Franck – Montparnasse und Montmartre; Künstler und Literaten zu Beginn des
20. Jahrhunderts: Drei
Jahrezehnte lang (1900 – 1930) lebten die wichtigsten Künstler der
Avantgarde auf dem Montmartre und dem Montparnasse. Maler wie Modigliani,
Picasso, Utrillo, Dalí, Ernst, de Chirico oder der Fotograf Man Ray lebten
mit so bedeutenden Schriftstellern wie Jacob, Cocteau, Éluard, Breton und
Hemingway Tür an Tür. Dan Francks literarisches Buch führt durch das gesamte
"Who is Who" der europäischen, amerikanischen und russischen Avantgarde.
Dabei kann man sein episodenreiches Buch fast wie ein Touristenführer durch
das heutige Paris verwenden. Akribisch hat er Schauplätze und Straßennamen
recherchiert und viele legendäre Orte und nach wie vor existiernde Cafés
oder Restaurants beschrieben, sodass man die Handlungsorte selbst dann noch
finden kann, wenn ein Haus längst abgerissen ist. Dan Franck öffnet die
Türen zu zahlreichen Ateliers und Privatgemächern von Künstlern und
Literaten. Er schildert unerwartet intime Details aus dem Leben der ganz
Großen und erzählt manch skurrile Anekdote.
Ein unterhaltsamer Spaziergang durch Montmartre und Montparnasse – Dan Francks Enthusiasmus ist ansteckend. Er erzählt vom Leben und Wirken zu damaligen Zeiten mit solchem Talent, dass man fast vergisst, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt.
(Parthas.
568 Seiten mit zahlr. Abbildungen. Preis: 28,80 Euro)
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Hanns-Josef
Ortheil – Liebesnähe:
"Liebesnähe" ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich
zufällig in einem einsam gelegenen Hotel in den Voralpen treffen. Vom ersten
Augenblick dieser Begegnung an erleben beide eine rasch wachsende Anziehung.
Sie sind zu vorsichtig, um miteinander zu sprechen und verlegen sich
stattdessen auf ein virtuoses Spiel von Zeichen und Andeutungen. Im
Hintergrund dieser Annäherung zieht die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als
geheime Mittlerin ihre eigenen Fäden: Sie "füttert" die beiden Liebenden mit
Büchern, die wie der Liebestrank in "Tristan und Isolde" eine ganz eigene,
magische Wirkung entfalten und aus dem Liebesspiel schließlich ein kaum noch
durchschaubares Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem machen.
Wie schon in "Die Erfindung des Lebens" kommunizieren Ortheils Protagonisten
ohne die hörbare Sprache. Allein durch Zeichen, Andeutungen, kleine
Botschaften kommen sich Johannes und Jule nach und nach näher. Es ist dieses
Mittelbare, das Warten auf eine nächste Geste, das freudige Entdecken eines
nächsten Teils vom Puzzle der Person des jeweils anderen, dass dieses Buch
so unwiderstehlich und wunderbar macht. Und natürlich auch die hochpoetische
Sprache von Hanns-Josef Ortheil. Sie zieht mich immer wieder in den Bann. Es
ist – als Nachfolger eines meiner Lieblingsbücher – auf jeden Fall ein
würdiger Nachfolger von "Die Erfindung des Lebens" und absolut
empfehlenswert! (Luchterhand. 393 Seiten. Preis: 22,70 Euro)
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Heinrich
Steinfest – Die Haischwimmerin:
Eine sibirische Lärche mit Potenzial, eine Verbrecherrepublik unter Tage,
ein österreichischer Baron auf den Bäumen und die berühmte feine Nase der
Lilli Steinbeck - aus all dem spinnt Heinrich Steinfest gewitzt und gekonnt
hochoriginelles Krimigarn (wobei die kriminalistische Handlung eher peripher
ist). Meisterpolizistin Lilli Steinbeck hat eine Vergangenheit namens Ivo.
Eine traurige Vergangenheit, der sie ihre Klingonennase verdankt. Jahre
später bekommt diese Vergangenheit plötzlich Gegenwart eingehaucht, als Ivo
durch einen rätselhaften Auftrag aus seinem beschaulichen, aber lillilosen
Leben als Baumheiler aus der württembergischen Provinz gerissen wird. Er
soll für ein Pharmaunternehmen einen Baum aus der sibirischen Tundra holen.
Als Helfer stellt man ihm den rotbemützten Knaben zur Seite, der nicht nur
zufällig so heißt wie eine sehr bekannte belgische Comicfigur. Ihr Auftrag
führt Ivo und Spirou in eine unterirdische Verbrecherrepublik und vielleicht
brauchte es genau diesen Umweg auf der Suche nach dem Wunderbaum, damit Ivo
Lilli noch einmal begegnen kann.
Irgendwie schafft es Heinrich Steinfest immer wieder zu überraschen. Es ist doch so: Wenn man sich auf ein bestimmtes Buch sehr freut, werden oftmals die Erwartungen nicht erfüllt. Nicht so bei Steinfest. Es war für mich wieder einmal ein Fest… Mehr kann und muss ich dazu nicht sagen.
(Piper. 350 Seiten. Preis: 20,60 Euro)
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Lisa Moore – Und wieder Februar (Maria Dünser)
Steve Earle – I'll never get out of this world alive (Markus Mörschbacher)
Oswald Oelz – Orte, die ich lebte, bevor ich starb (Maria Dünser)
Matt Ruff – Fool on the Hill (Markus Mörschbacher)
Marco Balzano – Damals, am Meer (Maria Dünser)
Chris Priestly – Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff (Markus Mörschbacher)
Eva Lohmann – Acht Wochen verrückt (Maria Dünser)
Clemens J. Setz - Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes (Markus Mörschbacher)
Martin Suter - Allmen und die Libellen (Maria Dünser)
Richard Harvell - Der Kastrat (Markus Mörschbacher)
Philip Roth - Demütigung (Maria Dünser)
Ian McEwan - Solar (Markus Mörschbacher)
Jürgen Domian - Der Gedankenleser (Maria Dünser)
Jedediah Berry – Handbuch für Detektive (Markus Mörschbacher)
Anna Mitgutsch – Wenn du wiederkommst (Maria Dünser)
John Irving – Letzte Nacht in Twisted River (Markus Mörschbacher)
Erika Pluhar - Spätes Tagebuch (Maria Dünser
Franzobel - Lusthaus, oder Die Schule der Gemeinheit (Markus Mörschbacher)
Richard Schaub - Das Ende der Angst (Maria Dünser)
Axel Simon - Tatütata für Peter Sputnik (Markus Mörschbacher)
Hanns-Josef Ortheil - Die Erfindung des Lebens (Maria Dünser)
Rolf Bauerdick - Wie die Madonna auf den Mond kam (Markus Mörschbacher)
Peter Stamm - Sieben Jahre (Maria Dünser)
Reif Larsen - Die Karte meiner Träume (Markus Mörschbacher)
Fabio Volo - Einfach losfahren (Maria Dünser)
Ken Bruen: Jack Taylor fliegt raus (Markus Mörschbacher)
Leticia Wierz – Das Haus der sieben Frauen (Maria Dünser)
Anonymus – Das Buch ohne Namen (Markus Mörschbacher)
Irène Némirovsky – Herr der Seelen (Maria Dünser)
Fred Vargas – Der verbotene Ort (Markus Mörschbacher)
Joel Haahtela - Sehnsucht nach Elena (Maria Dünser)
Joey Goebel: Heartland (Markus Mörschbacher)
Gabriel García Márquez – Die Erzählungen (Maria Dünser)
Adam Davies – Goodbye Lemon (Markus Mörschbacher)
Dominique Bona - Camille und Paul; Kunst und Leben der Geschwister Claudel (Maria Dünser)
Fred Vargas - Das Zeichen des Widders (Markus Mörschbacher)
Roger Willemsen - Der Knacks (Maria Dünser)
Heinrich Steinfest - Mariaschwarz (Markus Mörschbacher)
Arnon Grünberg - Tirza (Maria Dünser)
Aravind Adiga - Der weiße Tiger (Markus Mörschbacher)
Connie Palmen - Luzifer (Maria Dünser)
Jonathan Barnes - Das Albtraumreich des Edward Moon (Markus Mörschbacher)
Thich Nhat Hanh - Das Wunder der Achtsamkeit (Maria Dünser)
Adam Davies - Froschkönig (Markus Mörschbacher)
Anthony
McCarten – Liebe am Ende der Welt:
In einer Kleinstadt passiert selten etwas Besonderes. Außer, wenn ein
Raumschiff landet und drei einheimische Mädchen von den Außerirdischen
entführt und geschwängert werden. Behaupten sie jedenfalls. Die drei jungen
Mädchen sind tatsächlich schwanger, und dann wird auch noch ein mysteriöser
Kornkreis mit einer toten Kuh gefunden. Waren also wirklich Außerirdische zu
Besuch? Selbst der Pfarrer kann diese Möglichkeit nicht ausschließen. Kein
Wunder, dass die Stadt und - dank der Presse - das ganze Land
verrücktspielen. Der Alltag der betroffenen Mädchen ändert sich gewaltig…
Was Delia, das erste der "entführten" Mädchen, in dieser Stadt in der
neuseeländischen Pampa ausgelöst hat, gleicht einer Lawine aus
sensationslüsterner Neugier, Abscheu und Neid. Und das, obwohl sie sich ein
Stillschweigen vom ortsansäßigen Polizisten erbeten hat, der sie nach diesem
"Vorfall" auf der Straße aufgelesen hat. Aber es kommt, wie es kommen muss:
Er erzählt es seiner Frau, diese erzählt es… und schon hat man die Medien
des gesamten Landes am Hals.
Die Romane von Anthony McCarten sind jedesmal ein Genuss – er versteht es immer wieder, aus einer kleinen Idee eine spannende Geschichte zu spinnen. Gewohnt gesellschaftskritisch und mit äußerst scharfer Beobachtungsgabe skizziert McCarten hier eine Dorfgemeinschaft, wie es sie wohl überall und nicht nur am Ende der Welt gibt. Wie schnell erwacht da durch Gerüchte und durch aus Einsamkeit geborenen Illusionen eine Geschichte, die sich auf erschreckende Art und Weise so sehr verselbständigt, dass am Ende niemand mehr so genau weiß, wie die Wahrheit denn nun aussieht? Und gibt es sie überhaupt? Die eine Wahrheit?
(Diogenes. 359 Seiten. Preis: 23,60 Euro)
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